BEFÖRDERUNGSBEDINGUNGEN

BEFÖRDERUNGSBEDINGUNGEN

FÜR DEN INTERNATIONALEN BUSLINIENVERKEHR

VON SINDBAD Sp. z o. o.

45-144 Opole, ul. Działkowa 4

gültig ab dem 16.01.2017

1. Allgemeine Bestimmungen

 

1.1 Die vorliegenden Beförderungsbedingungen wurden nach Art. 4 des
Gesetzes vom
15. November 1984 – Beförderungsgesetz (einheitlicher Text Gesetzblatt
aus dem Jahr 2000 Nr. 50 Pos. 601, mit sp. Änd.), Gesetz über
Ausländer vom 13. Juni 2003 (Gesetzblatt aus dem Jahr 2011 Nr. 264,
Pos. 1573, mit sp. Änd.), nach der Verordnung (EU) Nr. 181/2011 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom
16. Februar 2011 über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr und
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2006/2004, der Verordnung des
Ministers für Verkehr und Bau vom 24.02.2006 zur Regelung des Status
von Sendungen und des Verfahrens für Reklamationen (Gesetzblatt aus
dem Jahr 2006, Nr. 38, Pos. 266) Gesetz vom 20. Juni 1997,
Straßenverkehrsrecht (Gesetzblatt aus dem Jahr 2012 Nr. 1137) erstellt.
1.2 Die in den Beförderungsbedingungen verwendeten Begriffe:
a) Passagier – eine Person, die auf der Grundlage einer gültigen
Fahrkarte eine Beförderungsleistung in Anspruch nimmt,
b) Beförderer – ein Unternehmen, welches auf der Grundlage gültiger
Genehmigungen und Lizenzen, ausgestellt durch ein Organ der
öffentlichen Verwaltung, die Beförderung von Personen mit einem Bus
durchführt; der Name des Beförderers befindet sich auf dem Fahrschein.
c) Fahrschein – ein auf einen bestimmten Namen lautendes Dokument,
welches die angegebene
Person zur Reise auf einer vorgesehenen Strecke, zum festgelegten
Termin und vorgegebenen Preis, ermächtigt.
d) Beförderungsvertrag – ein Vertrag, der beim Kauf eines Fahrscheins
zwischen dem Beförderer und dem Passagier geschlossen wird. Darin
verpflichtet sich der Beförderer den Passagier und sein Gepäck, für eine
entsprechende Vergütung (Preis des Fahrscheins), von einer bestimmten
Stadt
in eine gewählte Zielstadt, die auf dem Fahrschein genannt sind, zu
befördern.
e) Fahrplan – ein Plan des Fahrtverlaufs der Busse auf einer Strecke,
einschließlich aufgeführter Abfahrts- und Ankunftszeiten (Lokalzeit) an
den beschriebenen Haltestellen. Der Fahrplan ist sowohl in
Fahrkartenverkaufsstellen, als auch auf der Homepage des Beförderers
erhältlich.
1.3 Die Beschlüsse finden bei der durch den Beförderer durchgeführten
Passagiersbeförderung mit Linienbussen Anwendung.
1.4. Mit dem Kauf des Fahrscheins wird ein Beförderungsvertrag
abgeschlossen und die Bestimmungen der Beförderungsbedingungen
akzeptiert.

 

2. Der Passagier

 

2.1 Der Passagier ist verpflichtet mindestens 15 Minuten vor der
geplanten Abfahrtszeit an der im Fahrplan genannten Haltestelle zu
erscheinen. Erscheint der Passagier nicht zur planmäßigen Abfahrt, wird
dies als Reiserücktritt gewertet.
2.2 Der Passagier ist verpflichtet mindestens 5 Minuten vor der geplanten
Abfahrtszeit an dem ihm von der Reiseleitung zugewiesenem Sitz Platz
zu nehmen. Der Beförderer wartet nicht auf Passagiere, die sich nicht an
diesen Beschluss halten.
2.3 Der Passagier muss alle Bedingungen, die mit der Reise verbunden
sind, erfüllen, d.h. er muss gültige Dokumente für die Aus- und Einreise
besitzen, eventuell andere Dokumente, die ihn zur Überquerung der
Grenze(n) berechtigen (Personalausweis, Pass, Visum). Der Passagier
muss eine gültige Fahrkarte und gegebenenfalls ein Dokument, das ihn
zur Fahrpreisermäßigung berechtigt, besitzen.
Der Passagier persönlich haftet für das Fehlen der o.g. Dokumente. Der
Beförderer behält das Recht vor, einem Passagier die Reise zu
verweigern, wenn dieser kein gültiges Dokument für die Reise und kein
Visum zum übertreten der Grenze besitzt. Es wird darauf hingewiesen,
dass der Bus nicht auf Passagiere wartet, die einer individuellen Zoll- und
Passkontrolle unterzogen werden.
2.4 Der Passagier ist verpflichtet, sich an die Ordnungsregeln zu halten,
die im Transportwesen gelten und die Anweisungen des Buspersonals zu
befolgen.
2.5 Der Passagier haftet für Schäden, die er dem Beförderer (vor allem
für Schäden der Busausstattung) oder einem anderen Passagier
gegenüber verursacht hat gemäß der Vorschriften des Zivilrechts.
2.6 Ein Passagier, der vorsätzlich oder durch Fahrlässigkeit den
Reisebus verunreinigt, ist verpflichtet dem Beförderer den Gesamtpreis
für die Beseitigung des Schadens zu erstatten. Falls der vorsätzlich oder
fahrlässig angerichtete Schaden den Bus verkehrsuntauglich macht, ist
der Passagier dazu verpflichtet, dem Beförderer zusätzlich eine
Vertragsstrafe in Höhe von 500 PLN (125 Euro), für jeden Tag an dem
der Bus außer Betrieb steht, zu zahlen.
2.7 Falls sich im Bus ein Sicherheitsgurt befindet, ist der Passagier dazu
verpflichtet diesen während der Reise anzulegen.
2.8 Gemäß der Änderung des Gesetzes im Straßenverkehrsrecht, die am
15.05.2015 in Kraft getreten ist, besteht in Bussen keine Kindersitzpflicht.
2.9 Kinder können, unabhängig vom Alter, ausschließlich mit aktuellen
Dokumenten zur Grenzüberschreitung reisen (Personalausweis, Pass,
Visum).
Falls die Vorschriften der Zielländer oder der Transitländer nichts
anderes vorschreiben, müssen alle Kinder unter 12 Jahren mit einer
erwachsenen Begleitperson reisen. Kinder zwischen dem 12. und 18.
Lebensjahr dürfen nur dann alleine fahren, wenn sie eine, durch ein
Elternteil oder einen rechtlichen Vormund ausgefüllte schriftliche
„Erklärung über die Reise eines Minderjährigen“ besitzen. Diese
schriftliche Erklärung sollte in Anwesenheit der Reiseleitung ausgefüllt
und unterschrieben und noch vor der Einnahme des Sitzplatzes dem
Buspersonal übergeben werden. Bei Fahrten nach Italien, Griechenland,
in die Ukraine und nach Bulgarien beträgt das Mindestalter für
alleinreisende Kinder 16 Jahre.
2.10 Der Beförderer übernimmt keine Verantwortung für minderjährige
Personen, die ohne rechtlichen Vormund reisen.
2.11 Der Passagier ist durch die Unfallversicherung des Beförderers
versichert. Die Versicherung deckt nur die Unfälle ab, die sich im Bus
ereignen können. Andere unvorhersehbare Unfälle, bei denen der
Passagier zu Schaden kommen könnte, die außerhalb des Busses
passieren, werden durch diese Versicherung nicht abgedeckt.

 

3. Der Beförderer

 

3.1 Der Beförderer behält das Recht vor, einer Person die Fahrt zu
verweigern und den Fahrschein einzubehalten, wenn diese durch
kriminelle Handlung in Besitz des Fahrscheins gekommen ist, oder sie
durch eigenes Verschulden nicht beweisen kann, dass sie die Person ist,
deren Personalien sich auf dem Fahrschein befinden.
3.2 Der Beförderer hat das Recht, nach Art. 135 Abs. 1 und 2 des
Gesetzes über Ausländer, vom 13. Juni 2003 (GBL 2003, Nr. 128, Pos.
1175)
vor Beginn der Reise, das Vorzeigen eines gültigen Dokuments
(Personalausweis, Pass und Visum) vom Passagier zu fordern. Wenn
diese Dokumente nicht vorgewiesen werden, kann der Beförderer dem
Passagier das Betreten des Busses verweigern.
3.3 Der Beförderer hat das Recht einem Passagier den Zutritt zum Bus
zu verweigern, oder ihm die Weiterreise zu entsagen, wenn:
a) der Passagier sich nicht an die Vorschriften der vorliegenden
Beförderungsbedingungen hält,
b) der Passagier sich unter Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln
(z.B. Drogen) befindet,
c) sein Zustand oder sein Verhalten negative Auswirkungen auf die
Sicherheit der Reise oder auf den Fahrkomfort der übrigen Fahrgäste
haben könnte.
Die Rechtsfolgen für die oben genannten Vorfälle trägt der Passagier.
3.4 In den Bussen gilt ein absolutes Verbot des Alkohol- und
Betäubungsmittelkonsums und ein Rauchverbot. Aus technischen
Gründen kann die Benutzung von Mobiltelefonen während der Busfahrt
durch das Personal untersagt werden.
3.5 Die Beförderung von Tieren ist verboten. In besonderen Fällen kann
der Beförderer, auf schriftlichen Antrag des Kunden, eine
Sondergenehmigung für die Beförderung eines Kleintieres (Hund, Katze,
Frettchen bis zu 4kg!) erteilen. Die Genehmigung zur Beförderung eines
Kleintieres erfolgt ebenfalls in schriftlicher Form.
3.5.1 Das Tier muss einen eigenen Pass, einen Mikrochip und eine
gültige Tierarztuntersuchung, die für die Einreise in das gewählte Zielland
erforderlich ist, besitzen.
3.5.2 Für die Beförderung eines Tieres wird ein Betrag in Höhe von 50%
vom Gesamtpreis des Fahrscheins verrechnet, wenn der Passagier
gleichzeitig einen Fahrschein zum vollen Preis kauft. Wenn dem
Passagier eine andere Ermäßigung zusteht, die in den
Beförderungsbedingungen enthalten ist, dann muss für das Tier der volle
Preis gezahlt werden.
Es gibt keine Möglichkeit die Ermäßigungen zu summieren.
3.5.3 Das Tier muss während der Reise durch eine Leine und einen
Maulkorb gesichert werden und sich in einem entsprechendem Käfig,
einer Box oder Tasche auf dem Sitz neben dem Besitzer befinden. Die
Beförderung des Tieres muss so verlaufen, dass die anderen Passagiere
nicht gestört werden.
3.5.4 Die geltenden Vorschriften zur Beförderung von Tieren finden keine
Anwendung bei Fahrten nach Großbritannien.
3.6 Der Beförderer trägt dafür Sorge, den Passagier und sein Gepäck in
der vorgesehenen Zeit, fahrplanmäßig zu befördern. Jedoch kann er
dies, aus verschiedenen und von ihm unabhängigen Gründen, nicht
garantieren.
3.7 Der Beförderer übernimmt keine Haftung für Verspätungen und deren
weitere Folgen, die aus verwaltungstechnischen Gründen, (z.B.
Zollkontrollen, Polizeikontrollen, Kontrollen durch das Amt für
Straßentransport) oder anderen, vom Beförderer unabhängigen Faktoren
(z.B. technische Probleme, Witterung, Verkehrsbehinderungen oder
Verzögerungen beim Grenzübergang) resultieren.
3.8 Der Beförderer übernimmt keine Haftung für Fahrtausfälle, die ohne
sein Verschulden verursacht wurden (z.B. durch Schließung der Grenzen
aus Verteidigungsgründen oder im Fall einer Naturkatastrophe) und für
sich daraus ergebende weitere Folgen.
3.9 Der Beförderer haftet weder für eine vorzeitige Ankunft des Busses
am Zielort (früher als im Fahrplan) noch für spätere negative Folgen, die
sich daraus für den Passagier ergeben.
3.10 Wenn die Fahrt durch das Verschulden des Beförderers nicht
stattgefunden hat, steht dem Passagier eine Rückerstattung zu, die dem
Wert der nicht genutzten Fahrkarte entspricht.
3.11 Der Beförderer behält das Recht vor die Beförderung mit einem
Ersatzbus, der nicht dem Beförderer gehört, durchzuführen, wobei an der
Frontscheibe des Ersatzbusses einen Schild mit dem Namen des
Beförderers angebracht wird. Aus logistischen oder Sicherheitsgründen
kann der Beförderer auf der Fahrt ein Umsteigen durchführen.

 

4. Fahrscheine

 

4.1 Die Fahrscheine können im Vertreternetz des Beförderers oder im
Internet erworben werden. Elektronische Fahrkarten werden unmittelbar
vom Passagier von der Webseite aus ausgedruckt.
4.1.1 Der Beförderer bietet folgende Fahrkarten zum Verkauf:
a) Einfache Fahrkarten
b) Hin- und Rückfahrkarten
c) „OPEN“- Fahrkarten
4.1.2 Die Fahrkarte ist ein namentliches Dokument und kann nicht an
andere Personen abgetreten werden.
4.1.3 Der Fahrschein ist nicht als Rechnung mit ausgewiesener
Mehrwertsteuer anzusehen. Der Kunde kann beim Kauf der Fahrkarte
automatisch eine Rechnung erhalten, in dem er im Verkaufssystem die
entsprechende Option wählt, oder auf Wunsch zum späteren Zeitpunkt,
jedoch nicht später als am 15. Tag des dem Kauf der Fahrkarte
folgenden Monats. Die Mehrwertsteuerrechnung stellt einen
Verkaufsnachweis dar und wird vom Beförderer ausgestellt.
4.2 Die Hin- und Rückfahrkarten sowie die „OPEN“- Fahrkarten sind 12
Monate, ab dem Abfahrtsdatum, das beim Ticketkauf angegeben worden
ist, gültig. Eine einfache Fahrkarte ist bis zum Abfahrtsdatum, das beim
Ticketkauf angegeben worden ist, oder bis zum Abfahrtstag, im Falle
einer Änderung, gültig. Änderungen des Abfahrtsdatums sind nur 12
Monate lang, ab dem beim Kauf angegebenen Datum, möglich. Eine
Änderung des Abfahrtsdatums ist spätestens 24 Stunden vor dem Datum
auf der Fahrkarte, oder dem Datum im elektronischen
Reservierungssystem, im Falle einer telefonischen Reservierung,
möglich. Es gibt keine Möglichkeit die Gültigkeit der Fahrkarte zu
verlängern.
4.3 Der Verkauf des Fahrscheins erfolgt ohne genaue
Sitzplatzzuordnung.
4.4 Der Passagier hat die Möglichkeit für 50% des Fahrpreises einen
zusätzlichen Sitzplatz für sich zu erwerben, wenn gleichzeitig der erste
Sitzplatz zum vollen Preis im gleichen Tarif auf der jeweiligen Strecke
gekauft wird.
4.5 Der Fahrscheinpreis wird in der aktuellen Preisliste bestimmt. Die in
Polen gekauften Fahrscheine werden in PLN/ZŁ bezahlt und die
Fahrscheine, die außerhalb Polens gekauft werden, in der Währung, die
im jeweiligen Land gilt.
4.6 Den Rückfahrtstermin bei den „OPEN“- Fahrkarten (ohne
Rückfahrtsdatum) muss der Passagier mindestens 7 Tage vor der
geplanten
Fahrt reservieren. Der Beförderer richtet sich bei der Reservierung nach
der Reihenfolge der Anmeldung. Der Beförderer hat des Recht eine
Reservierung auf den vom Passagier gewählten Termin nicht
anzunehmen, wenn keine freien Plätze verfügbar sind.
4.7 Der Passagier hat die Möglichkeit bis spätestens 24 Stunden vor
Reisebeginn im Rahmen des aktuellen Angebotes des Beförderers
folgende Änderungen im Ticket kostenlos vorzunehmen: Änderung des
Abfahrts- und Zielortes, Änderung des Abfahrts- und Rückfahrtsdatums ,
Änderung des Rückfahrtsdatum auf OPEN und das erneute Datieren
eines OPEN Tickets. Wenn die Streckenänderung einen
Preisunterschied nach sich zieht, wird nur die Gebühr, die aus dem
Tarifunterschied hervorgeht, vom Reiseleiter ausgerechnet und erhoben.
Die Zuzahlung wird nicht berechnet, wenn der Preisunterschied weniger
als 20PLN / 5EURO / 5GBP / 5CHF/ 40DKK / 40NOK lub 40SEK
beträgt.
4.7.1 Falls der Kunde eine der oben genannten Änderungen im Ticket im
Zeitraum von weniger als 24 Stunden vor Reisebeginn vornimmt, wird
dies als Reiserücktritt angesehen, gemäß Pkt. 4.8 Unterpunkt d).
4.7.2 Änderungen in Fahrscheinen im Sondertarif SINDBAD-INTERBUS
können ausschließlich im Rahmen des SINDBAD-INTERBUS-Tarifs
vorgenommen werden.
4.8 Falls der Passagier von der Reise zurücktritt, steht ihm eine
Rückerstattung der Kosten für die nicht genutzte Beförderungsleistung
nach Abzug der Stornierungsgebühr (Abstandssumme) zu. In
Abhängigkeit vom Reisetermin kann der Beförderer folgende
Stornierungsgebühren erheben:
a) bei einem Rücktritt über 14 Tage vor der Abfahrt, wird eine
Stornierungsgebühr von
10% erhoben,
b) bei einem Rücktritt 14 Tage bis 48 Stunden vor der Abfahrt, wird eine
Stornierungsgebühr von 25% erhoben,
c) bei 48 bis 24 Stunden vor der Abfahrt beträgt die Stornierungsgebühr
50%,
d) unter 24 Stunden vor der Abfahrt beträgt die Stornierungsgebühr 90%.
Der Rückerstattungsbetrag für die Fahrkarten, die nicht genutzt wurden,
wird durch die Reiseagentur ausgezahlt, in der Kauf der Fahrkarten
stattfand.
Der Rückerstattungsbetrag der Fahrkarten, die beim Reisebegleiter
gekauft wurden, wird durch den Beförderer ausgezahlt. Der Rücktritt für
ein online gekauftes Ticket muss vom Passagier selbst auf derselben
Homepage durchgeführt werden, auf der es erworben wurde.
4.9 Der Beförderer hat das Recht eine Stornierungsgebühr in Höhe von
95% des Fahrscheinpreises zu erheben, wenn der Passagier nicht zur
Abfahrt des Busses erscheint sowie in Situationen, die in den Punkten
2.3, 3.2, 3.3 der Beförderungsbedingungen beschrieben sind.
4.10 Wenn der Passagier bei einer Hin- und Rückfahrkarte die Rückfahrt
nicht nutzt, so hat er Anspruch auf die Rückerstattung von 20% des
Gesamtpreises.
4.11 Bei der Rückgabe einer elektronischen Fahrkarte, erfolgt die
Überweisung der Rückerstattungsgebühr auf das Konto, das beim
Fahrscheinkauf angegeben worden ist.
4.12 Alle Umbuchungsvorgänge an WWW-Fahrscheinen (Stornierung,
Änderung des Abfahrts- oder Rückfahrtsdatums, Änderung der Strecke,
Schließen deiner OPEN-Fahrkarte) sollten von dem Internetdienst aus
durchgeführt werden, von dem die Fahrkarte gekauft wurde.
4.13 Der Beförderer kann folgende Ermäßigungen einführen:
a) 50% für Kinder bis 12 Jahre (entscheidend ist das Geburtsdatum),
beim gleichzeitigen Kauf einer zweiten Fahrkarte zum vollen Preis im
gleichen Tarif
(ohne Ermäßigung) für den Betreuer des Kindes.
b) 10% für das zweite Kind und jedes weitere Kind bis zum 12.
Lebensjahr, das unter der Obhut eines erwachsenen Passagiers reist.
c) 10% für Jugendliche bis 26 Jahre (entscheidend ist das
Geburtsdatum),
d)15% für Besitzer der Stammkundenkarte SINDBAD-CLUB,
e) 10% für Besitzer der Firmenstammkundenkarte SINDBAD-CLUB
f) 10% für Rentner über 55 Jahre (entscheidend ist das Geburtsdatum),
nach Vorlegung eines aktuellen Rentnerausweises,
g) 10% für Gruppen von mindestens 10 Personen, die am selben Termin
und auf derselben Strecke hin- und zurückfahren,
h) 50% für einen zusätzlichen zweiten Sitzplatz für den Passagier, beim
gleichzeitigen Kauf einer Fahrkarte zum vollen Preis im gleichen Tarif
(ohne Ermäßigung) auf der jeweiligen Strecke,
4.13.1 Informationen über aktuell verfügbare Ermäßigungen sind im
jeweiligen Fahrplan enthalten, für jede Linie seperat.
4.14 Der Beförderer behält das Recht vor, eine begrenzte Anzahl von
Fahrscheinen zum „Sondertarif“ einzuführen. Bei einer Änderung des
Abfahrts- oder Rückfahrtdatums oder beim Datieren eines OPENFahrscheins
auf einen Termin, an dem keine Plätze zum Sondertarif
verfügbar sind, wird eine Zuzahlung zum aktuellen Fahrpreis auf der
gewählten Strecke erhoben. ( mit Ausnahme des SINDBAD-INTERBUSAngebotes,
siehe Punkt 4.7.2 der Beförderungsbedingungen).
4.15 Grundlage zur Erteilung einer Ermäßigung ist die Vorlegung eines
entsprechenden Dokuments beim Kauf der Fahrkarte, als auch bei der
Fahrkartenkontrolle im Bus. Wenn der Passagier die entsprechenden
Dokumente zur Erteilung der Ermäßigung während der Fahrt im Bus
nicht besitzt, ist die Reiseleitung dazu berechtigt, eine Zuzahlung zum
vollen Fahrkartenpreis vom Passagier zu verlangen.
4.16 Im Fall, wenn aus dem Angebot hervorgeht, dass dem Passagier
zwei oder mehr Ermäßigungen zustehen, wird die höchste zustehende
Ermäßigung berücksichtigt. Ermäßigungen können nicht summiert
werden.
4.17 Im Fall von Diebstahl, Verlust oder Vernichtung des Fahrscheins
stellt der Beförderer kein Duplikat aus.
4.18 Eine Kostenrückerstattung ist nicht möglich wenn:
a) der Gültigkeitstermin des Fahrscheins abgelaufen ist,
b) der Fahrschein so beschädigt ist, dass das Ablesen der Daten
unmöglich ist,
c) der Passagier den Originalfahrschein nicht besitzt.

 

5. Gepäck

 

5.1 Jedes Gepäckstück des Passagiers, welches im Kofferraum des
Busses befördert wird, sollte mit dem Namen und Nachnamen des
Passagiers(wie auf dem Fahrschein), seiner Adresse und
Telefonnummer beschriftet werden. Diese oben genannte Aufgabe muss
der Passagier übernehmen. Das Gepäck sollte durch den Passagier bei
der Ankunft am Zielort abgeholt werden. Das Gepäck wird vom
Buspersonal registriert, indem ein Gepäckaufkleber am Gepäck
angebracht, das Gepäck in den Kofferraum verstaut und die Anzahl der
Gepäckstücke auf dem Fahrschein eingetragen wird.
5.2 Jedem Passagier steht die kostenlose Mitnahme von zwei
Gepäckstücken („Freigepäck") mit einem Gesamtgewicht von max. 30kg
zu (Koffer, Reisetasche, Rucksack). Eine Ausnahme stellen die
Verbindungen nach/aus Italien, Tschechien, Österreich, Slowenien und
Griechenland dar, hier ist die Mitnahme auf ein Freigepäckstück bis zu
25kg begrenzt.
Neben dem Freigepäck kann ein Handgepäckstück bis max. 5kg
befördert werden.
5.3 Das Handgepäck darf nur solche Maße besitzen, die es erlauben
dieses im Fach über dem Sitz des Passagiers im Fahrgastraum oder
unter seinem Sitz unterzubringen. Außerdem darf das Handgepäck die
andere Gäste nicht stören oder ihren Komfort einschränken.
5.4 Die Summe der Maße des Freigepäcks sollten pro Gepäckstück
165cm nicht überschreiten (Breite+Höhe+Länge: max. 165cm). Das
maximale Gewicht eines Gepäckstücks darf allerdings 30kg nicht
überschreiten (gemäß der Verordnung des Ministers für Arbeit und
Gesellschaftspolitik vom 14. März 2000 bezüglich der Sicherheit und
Hygiene bei handwerklichen Transportarbeiten).
5.5 Wenn die vorgeschriebenen Maße oder das Gewicht des Gepäcks
überschritten werden, muss der Kunde sein Gepäck selbstständig im
Kofferraum verstauen, es beim Umsteigen in einen anderen Bus laden
und wieder ausladen.
5.6 Übergepäck kann nur mit dem Einverständnis des Personals
mitgenommen werden und, wenn es die Kapazität des Kofferraums
zulässt.
Für jedes zusätzliche Gepäckstück (1 Stück bis 25kg) bzw. für die
Überschreitung des Gewichts/der Maße erhebt der Beförderer eine
Gebühr, je nach Abfahrtsland, in Höhe von
10EURO/10GBP/10CHF/80DKK/80NOK/ 80SEK oder 40PLN. Das
Übergepäck wird vom Buspersonal registriert und der Passagier
bekommt als Zahlungsbestätigung einen Aufkleber in sein Ticket:
„Gebühr für Übergepäck“. Der Beförderer hat das Recht, die Mitnahme
des Übergepäcks zu verweigern, wenn die Kapazitäten des Kofferraums
ausgelastet sind.
5.7 Der Beförderer hat das Recht die Mitnahme des Gepäcks zu
verweigern, wenn dieses nicht den in den Beförderungsbedingungen
genannten Anforderungen entspricht.
5.8 Es dürfen keine Gegenstände mitgenommen werden, deren
Beförderung durch andere Vorschriften verboten ist. Der Beförderer wird
den Transport eines Gepäcks mit gefährlichem Inhalt oder strengem
Geruch verweigern. Wenn ein Gepäckstück keiner Person zugeteilt
werden kann (keiner der Passagiere bekennt sich zu dem Gepäck), wird
es vom Personal aus dem Bus entfernt.
5.9 Der Passagier kann den Wert seines Gepäcks der Belegschaft
melden. Dieser sollte jedoch den wahren Wert des Gepäcks nicht
überschreiten. Der Beförderer behält sich das Recht vor zu überprüfen,
ob der gemeldete Wert dem tatsächlichen entspricht und etwaige
Vorbehalte auf der Rückseite der Fahrkarte zu vermerken.
5.10 Die Haftung des Beförderers für das im Gepäckraum transportierte
Gepäck ist auf den deklarierten Wert des Gegenstandes beschränkt und
im Fall des Fehlens dieser Deklaration auf den normalen Wert des
Gegenstandes.
5.11 Der Beförderer haftet nicht für persönliche Gegenstände und
Handgepäck, welches sich außerhalb des Kofferraums und somit unter
der direkten Obhut des Passagiers befindet, außer, der Schaden wurde
vom Beförderer selbst verursacht.
5.12 Der Beförderer haftet nicht für Gegenstände, die bei der
Beförderung verloren oder beschädigt wurden, z.B. Bargeld, Schmuck,
Wertpapiere, Elektroartikel, Gegenstände mit wissenschaftlichem,
künstlerischem oder Sammlerwert, es sei denn, er hat die Sachen zur
Aufbewahrung angenommen oder der Schaden ist durch absichtliches
Verschulden oder grobe Fahrlässigkeit des Beförderers entstanden.
Wenn Gegenstände mit einem hohen Wert befördert werden, empfiehlt
der Beförderer den Kauf einer individuellen Versicherung.
5.13 Gegenstände, die im Fahrgastraum vergessen oder zurückgelassen
wurden, unterliegen keinem Haftungsschutz von Seiten des Beförderers
und werden von diesem 30 Tage lang aufbewahrt.
5.14 Wenn der Passagier beim Verlassen des Busses einen Schaden an
seinem Gepäck oder dessen Fehlen bemerkt, ist er verpflichtet, dies der
Belegschaft zu melden und ein schriftliches Protokoll zu verlangen oder
die Tatsache auf der Fahrkarte vermerken zu lassen. Diese Bestätigung
muss der Passagier einer eventuellen schriftlichen Beschwerde beifügen,
die er gemäß Pkt. 6 einreichen kann.
5.15 In Anbetracht der Reisedauer sowie der Art der Gepäckbeförderung
in Reisebussen wird empfohlen im Hauptgepäck keine zerbrechlichen
und leicht verderblichen Güter zu befördern, dies gilt ebenso für
Computer, Fotoapparate sowie andere elektronische Geräte, außerdem
Geld, Schmuck, Gold- und Silberprodukte, Wechsel, Wertpapiere,
Handelsunterlagen, Pässe und andere Dokumente sowie Flüssigkeiten
und Medikamente, die kühle Lagerung erfordern.
5.16 Für die Beförderung von Wintersportausrüstung (Ski, Snowboard)
erhebt der Beförderer eine einmalige Gebühr von 25 EURO. Die
Ausrüstung muss ordnungsgemäß in einer dafür vorgesehenen Ski- oder
Snowboardtasche verstaut werden.
5.17 Abweichende Regelungen zur Beförderung von Gepäck sind im
Fahrplan auf der jeweiligen Linie enthalten.

 

6. Beschwerden

 

6.1 Alle Beschwerden, die die Realisierung des Beförderungsvertrages
betreffen, müssen schriftlich (per Einschreiben), innerhalb von drei
Monaten ab dem Zeitpunkt des Geschehens, an die Adresse des
Beförderers gesendet werden.
Der Passagier allein, sein Rechtsvormund, Rechtsnachfolger oder
Bevollmächtigter sind berechtigt eine Beschwerde einzulegen.
Beschwerden, die durch Dritte eingelegt werden, werden nicht bearbeitet.
Beim Einlegen einer Beschwerde sollten die genauen Umstände, die
Einwände, das Ausmaß des Schadens und ein eventueller
Entschädigungsvorschlag genannt werden. Die Beschwerde muss mit
der Unterschrift der berechtigten Person versehen sein.
Der Beschwerde sollte der Fahrschein oder seine Kopie beigelegt
werden. Im Fall einer Beschwerde bezüglich eines Schadens oder
Verlustes des Gepäcks ist eine schriftliche Bestätigung über den
Schaden bzw. Verlust beizufügen.
Wenn die Beschwerde die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt,
wird der Kunde vom Beförderer aufgefordert die fehlenden Angaben
innerhalb von 14 Tage zu ergänzen. Die Nichterfüllung dieser
Aufforderung im Termin, hat zu Folge, dass die Beschwerde nicht
bearbeiten werden kann. Falls die fehlenden Angaben innerhalb von 14
Tagen ergänzt werden, wird als Einreichungsdatum der Beschwerde, das
Eingangsdatum der Ergänzung angesehen.
Der Beförderer bearbeitet eine Beschwerde innerhalb von 30 Tagen ab
Eingangsdatum. In ausreichend begründeten Fällen kann dieser Termin
um bis zu drei Monate verlängert werden. Der Passagier muss jedoch
über die Gründe der Terminverlängerung in Kenntnis gesetzt werden.
Diese Information muss dem Passagier spätestens 30 Tage nach
Eingang der Beschwerde beim Beförderer übermittelt werden.
6.2 Die Bedingungen einer Beschwerdeeinlegung und der genaue Ablauf
ihrer Untersuchung, werden von den Durchführungsbestimmungen zum
Beförderungsgesetz bestimmt.

 

7. Abschlussbestimmungen

 

7.1 Für Bereiche, die durch diese Beförderungsbedingungen nicht
reguliert werden, gelten die Vorschriften aus Pkt. 1.1 sowie das Gesetz
vom 23. April 1964 – Zivilgesetzbuch (GBL vom Jahr 1964, Nr.16,
Pos.93; mit sp. Änd.).
7.2 Die Beschlüsse der vorliegenden Beförderungsbedingungen gelten
ab dem Erscheinungsdatum.